Biermann
1976 entzog die DDR dem auf einer Tournee durch den Westen befindlichen Liedermacher Wolf Biermann die Staatsbürgerschaft und ließ ihn nicht zurück ins Land. Doch statt damit das „Problem“ mit dem (damals) kritischen Kommunisten still zu lösen, sah sich die Staatsführung plötzlich mit einer beispiellosen Solidaritätskampagne konfrontiert. Die Episode steht im Mittelpunkt dieses Dokumentarfilms, in dem der fast 90-jährige Biermann sein Leben zumeist selbst erzählt: ein Schlüssel zum Verständnis des „sichtbaren Egomanen“ (O-Ton Armin Müller-Stahl) und seiner Kunst, wie auch ein Blick auf die heillose Paranoia der DDR-Verantwortlichen im Umgang mit ihren Kritikern. (Lars Penning)